Ich dachte, ich hätte alles im Griff, nichts kann mehr schief gehen, pack doch einfach ein paar mehr Filzstifte ein und lass das Mäppchen mit den Buntstiften (grau, braun) und dem butterigen Mitsubishi 9000er Bleistift einfach zuhause. Erstens hatte ich zu viele Filzstifte dabei und dann doch nicht die richtige Farbe, zusätzlich haben der graue Buntstift und ein butteriger Bleistift doch gefehlt.
Besser ist es wohl für mich mit einer ziemlich reduzierten Auswahl an Werkzeugen unterwegs zu sein, in dem Bewusstsein, dass man nie alle Farben dabei haben kann. Dann kann man ja schon von Anfang an dafür sorgen, dass die Erwartungshaltung ganz niedrig ist (“less is more”).
Oder ich muss mich eben wieder ganz langsam herantasten, und am Ende noch mehr Farben dabei haben (“more is more”).
Als erstes untersuche ich mal die Palette an Filzstiften, die ich gerade zur Verfügung habe und schaue mal, welche mir davon am meisten gefallen (“quality over quantity”).

Die Skizze habe ich Freitag Vormittag im Museum gemacht, ein paar mal wurde ich von einer Grundschulklasse “gestört” und einmal kam eine Familie mit ziemlich lauten Kindern vorbei. Schön, dass es diese “Spielplätze” gibt, wo die Eltern nicht mehr ihren Kindern beibringen müssen, sich auf Museumslautstärke zu unterhalten. Ich habe extra meine Neon-Weste getragen, damit ich auffalle und auf mich Rücksicht genommen werden kann. Aber es stellt sich heraus, dass ich vormittags und am Wochenende, einfach nicht mehr ohne Hörschutz ins Museum gehen kann.