Ich dachte, ich hätte alles im Griff, nichts kann mehr schief gehen, pack doch einfach ein paar mehr Filzstifte ein und lass das Mäppchen mit den Buntstiften (grau, braun) und dem butterigen Mitsubishi 9000er Bleistift einfach zuhause. Erstens hatte ich zu viele Filzstifte dabei und dann doch nicht die richtige Farbe, zusätzlich haben der graue Buntstift und ein butteriger Bleistift doch gefehlt.
Besser ist es wohl für mich mit einer ziemlich reduzierten Auswahl an Werkzeugen unterwegs zu sein, in dem Bewusstsein, dass man nie alle Farben dabei haben kann. Dann kann man ja schon von Anfang an dafür sorgen, dass die Erwartungshaltung ganz niedrig ist (“less is more”).
Oder ich muss mich eben wieder ganz langsam herantasten, und am Ende noch mehr Farben dabei haben (“more is more”).
Als erstes untersuche ich mal die Palette an Filzstiften, die ich gerade zur Verfügung habe und schaue mal, welche mir davon am meisten gefallen (“quality over quantity”).
Die Skizze habe ich Freitag Vormittag im Museum gemacht, ein paar mal wurde ich von einer Grundschulklasse “gestört” und einmal kam eine Familie mit ziemlich lauten Kindern vorbei. Schön, dass es diese “Spielplätze” gibt, wo die Eltern nicht mehr ihren Kindern beibringen müssen, sich auf Museumslautstärke zu unterhalten. Ich habe extra meine Neon-Weste getragen, damit ich auffalle und auf mich Rücksicht genommen werden kann. Aber es stellt sich heraus, dass ich vormittags und am Wochenende, einfach nicht mehr ohne Hörschutz ins Museum gehen kann.
Es macht mir eigentlich ziemlich Spaß, die Technik, die ich bei dieser Zeichnung verwendet habe.
Ziemlich fokussiert aber skizzenhaft mit kratzigen Linien zeichne ich direkt (meist ohne Vorzeichnung) die Konturen mit Fineliner. Dann schraffiere ich mit dem gleichen oder ähnlichem Stift die Schatten und betone die Form etwas.
Dann hole ich einen Bleistift hervor und mache weitere Dunkelheiten an einigen stellen. Dadrüber kommt dann die Filzstiftschicht, hier und da nochmal Bleistift, um die Farbe etwas zu neutralisieren.
Ich achte auf Balance, Form, Licht, und will am Ende der Aktion, dass die Masse hervortritt. Ich will einen Aha-Effekt erzielen am Ende, aber während des Zeichnens bin ich mit Rändern (hört sich an wie das englische Wort „render“, meine ich aber nicht) und Formen („shapes“) beschäftigt.
Vor der Einfärbphase habe ich Ehrfurcht, aber sobald ich es gewagt habe, dunkle Töne aufs Bild zu setzen, bin ich wieder ganz frei unterwegs.
Hauptsache Spaß haben, aber am Ende möchte ich auch ein nettes Bild haben.
Im Wartezimmer beim Augenarzt begonnen (90 min.) und zuhause fertig gestellt (20 min.)
Ich merke, dass sich meine Herangehensweise an das Zeichnen und bei der Ausführung ändere. Bei der Ausführung erkläre ich es mir so, dass ich nicht mehr sehr scharf sehen kann und oft “floaters” im Sichtfeld habe. Daher achte ich nicht mehr auf Details und versuche die Eindrücke festzuhalten.
Ich finde, das merkt man besonders bei den Vögel, die ich besonders gerne zeichne und in der Natur gerne beobachte. Licht, und die unterschiedlichen Arten von Schatten, mit scharfen oder weichen Rändern interessieren mich.
Vögel bei Museum König (1)
Gerne habe ich auch wenig Material dabei, und obwohl ich einsehe, dass es in Bezug auf die Vielfältigkeit bei der Farbwahl praktisch ist, mit einem Aquarellkästchen unterwegs zu sein, bin ich doch lieber mit wenigen Filzstiften, ein paar Buntstiften und einem Bleistift unterwegs. Filzstifte trocken leider in regelmäßigen abständen aus, aber dann greife ich eben zu einer anderen Farbe oder dem Buntstift.
Vögel bei Museum König (2)
Textur und die Orientierung der Masse versuche ich mit einer geschickten Wahl der der Linienauftragung zu erfassen und abzubilden. Es gibt eigentlich nur selten Ergebnisse, bei der man die Strichführung nicht mehr sieht, denn dann musste man schon ziemlich viel Medium auftragen. Das versuche ich, wenn möglich zu vermeiden, außer ich möchte das bewusst so haben, zum Beispiel im Schatten oder dort, wo ich der Textur oder dem Glanz einfach nicht gewachsen bin.
Ausstellung bei der Bundeskunsthalle in Bonn
In Ausstellungen lässt es sich oft in Ruhe zeichnen, und manchmal ist auch dort etwas was mich interessiert. Wenn das so ist, dann recherchiere ich auch vor Ort ein wenig, und schreibe etwas noch zu dem Objekt. Ich finde, rückblickend, die Skizzenseiten mit meiner Handschrift viel interessanter als die ohne Schrift. Aufkleber und Wishy-Washy-Tape [sic!] erhöhen ebenfalls für mich den Spaßfaktor beim späteren Gucken meiner eigenen Zeichnungen.
Mathematisches Institut mit Rechenmachinen-Museum (Bonn)
Im Stehe zeichnen ist nur gut für schnelle Skizzen, ich denke etwa 10 Minuten ist das Maximum für mich. Nach kurzer Zeit beginnen meine Hände zu krampfen, aber im Notfall oder wenn mich das Thema wirklich interessiert, dann kann ich das erdulden. Farbe und Schattierung mache ich dann gerne später, im sitzen, nach Gedächtnis. Meine Skizzen später zu kolorieren, ohne ein Foto oder das Objekt vor mir zu haben ist auch eine interessante Aufgabe, die ich mir gerne stelle und mit der ich mich mittlerweile sehr wohl fühle.
Kunsthistorisches Museum, Bonn
Menschen, Kleidung, Falten und organische Formen interessieren mich. Alles, was irgendwie nur gerade Linien hat und keine interessante Textur ist für mich eine Qual zu zeichnen und daher sollte ich es, so gut wie immer lassen, solche Objekte zu zeichnen. Licht, Dramatik, Rhythmus, Balance, Form und Masse: diese Sachen versuche ich einzufangen. Mal schauen, ob ich etwas mehr Drama in die Zeichnungen bekommen kann.
Vegetation, Bonn
Einfach am Wegesrand stehen und die Wildpflanzen dort zeichnen, das gefällt mir gut. Dann ist das stehen und halten des Skizzenbuches irgendwie auszuhalten. Das Kolorieren und Kontraste setzen, kann ich dann später erledigen. Ganz in Ruhe, sobald ich irgendwo sitzen kann. Google-Lens ist manchmal hilfreich, beim Erkennen des Gewächses.
Vegetation, Karlsruhe
Ich bin anscheinen auch nicht ganz alleine bei dieser Faszination mit der Natur und Pflanzen. Das ist auch gut, aber einer Gruppe muss ich nicht deswegen zugeordnet fühlen. Das ist gerade “mein Ding” und das braucht keinen Namen und ich muss dafür keinen “Tribe” zugehörig sein.
Stadtszene mit Bäumen, Durlach (bei Karlsruhe)
Ja, vielleicht kommt mal ein Haus mit in die Skizze, aber wirklich nur angedeutet. Menschen in Szenen müssen auch nicht realistisch wirken. Verspielt und überzeichnet ist zwar auch ziemlich anspruchsvoll hinzubekommen, aber wenn ich einfach loslasse, kommt es schon fast von alleine. Ich habe ja “genug” Menschen gezeichnet, das werde ich dann irgendwie hinbekommen.
Vogel beim Kunsthistorischen Museum in Bonn
Keine Angst davor, mit den unterschiedlichsten Medien in die gleiche Zeichnung zu gehen. Mag es Fineliner (momentan finde ich graue Stifte ganz toll) sein, dann Graphit (passt gut zu dem grauen Fineliner), dann noch Filzstifte und vielleicht noch am Ende ein paar Buntstifte … und wieder Fineliner drüber … und Graphit. Hauptsache Spaß und Dramatik.
Fazit: Dramatik, organische Formen, Balance. Alles erstmal grau aber mit einigen Farbnuancen.
Ein Vorschlag, wie ihr den zweiten Kursabend noch besser für euch nutzen könnt:
Später am Abend – nicht erst am nächsten Tag (das könnt ihr natürlich zusätzlich machen, aber es ist gut, wenn die Eindrücke noch frisch sind) – sucht ihr euch die „beste“ und die „schlechteste“ Zeichnung aus und überlegt, warum ihr euch jeweils für diese entschieden habt. Ich empfehle, neben den emotionalen Gründen auch technische Aspekte zu betrachten. Ihr müsst euch dafür nicht viel Zeit nehmen. So üben wir einerseits, etwas objektiver auf unsere Bilder zu schauen, und lernen andererseits uns selbst besser kennen. Möglicherweise stellt ihr dabei fest, dass euch das „schlechte“ Bild am meisten fasziniert, weil es euch mehr Möglichkeiten gibt, einen inneren Blick in euch selbst zu erhaschen. Das „gute“ Bild kann uns dagegen in Sackgassen führen, besonders wenn es ein Glückstreffer ist und nicht zu unserem gewohnten Repertoire gehört.
Um Punkt 1 besser vorzubereiten und auch für spätere Nachbetrachtung, empfehle ich, während des Zeichnens oder in den Pausen gelegentlich (nicht dauernd) ganz kurze Notizen, Symbole oder schematische Pfeile zu den Zeichnungen zu setzen. Am Anfang wird sich das sehr ungewohnt, vielleicht sogar peinlich anfühlen und kann uns kurz aus dem Fluss bringen. Mit der Zeit wird diese Art von Notizen jedoch ganz selbstverständlich. Wir wollen uns damit helfen, „schlechte“ Gewohnheiten zu erkennen und an ihnen zu arbeiten. Achtet dabei darauf, die Formulierungen nicht als Vorwurf zu schreiben, sondern eher als Auftrag an euch selbst: zum Beispiel „Nochmal messen“, „Mitte identifizieren“, „Form vereinfachen“, „Linien kontrollieren“, „Schattenform erkennen/erfinden“, „charakteristische Schattenränder erarbeiten“, „Kernschatten und Wurfschatten auseinanderhalten“ und so weiter.
Außerdem lohnt es sich, das Datum und die Länge der Posen auf das Blatt zu schreiben.
Nach vielen Jahren, unzähligen Zeichenabenden und wunderbaren Begegnungen wird es im Sommersemester 2026 noch einmal einen letzten Kurs von mir an der VHS Bonn geben.
Zwölf Semester lang habe ich den Aktzeichenkurs geleitet, dazu kamen in den letzten Jahren mehrere Skizzenbuchkurse („Unterwegs in der Stadt“) und zwei Samstagskurse, in denen wir Fantasy-Figuren ohne Vorlage gezeichnet haben.
Es war eine lange, inspirierende Zeit – und nun freue ich mich sehr darauf, diesen Weg mit einem besonderen Kurs abzuschließen.
In diesem letzten Aktzeichenkurs möchte ich euch einladen, noch einmal wirklich persönlich zu arbeiten: Wählt euch drei eigene Schwerpunkte, also Themen, Fertigkeiten oder Fragen, auf die ihr euch während des Kurses konzentrieren möchtet.
Manchmal ist das gar nicht so einfach – zu entscheiden, was man eigentlich üben oder vertiefen will. Deshalb möchte ich euch dabei unterstützen, Klarheit zu finden. In den Pausen oder zwischendurch können wir gemeinsam schauen, wo ihr gerade steht und was euch weiterbringt.
Hier ein paar Ideen, die euch helfen können, euren Fokus zu finden – und vielleicht neugierig machen:
Stift und Linie – Ich möchte meinen Stift lockerer halten und unterschiedliche Griffhaltungen ausprobieren. – Ich möchte meine Linien lebendiger, rhythmischer und variabler machen. – Ich möchte bewusster entscheiden, wo Linien fehlen dürfen oder wo sie stärker werden sollen.
Größe und Format – Ich möchte größer zeichnen – den Schwung aus dem ganzen Arm holen und den Platz auf A3 oder A2 nutzen.
Form und Gestaltung – Ich möchte lernen, interessante von weniger interessanten Formen zu unterscheiden. – Ich möchte beim Beobachten verstehen, welche Formen das Wesentliche ausdrücken. – Ich möchte mehrere Details zu einer stimmigen, klaren Form zusammenbringen.
Licht und Schatten – Ich möchte die Logik von Licht und Schatten besser verstehen. – Ich möchte Schattenflächen vereinheitlichen und sie nutzen, um Volumen und Masse zu zeigen. – Ich möchte Schlagschatten und Körperschatten bewusster einsetzen.
Perspektive und Raum – Ich möchte die Horizontlinie aktiv wahrnehmen und die Tiefenwirkung gezielt gestalten. – Ich möchte mein Wissen über Perspektive und Luftwirkung anwenden, um mehr Räumlichkeit zu erzeugen.
Proportion und Anatomie – Ich möchte die Mitte und das Gleichgewicht einer Figur besser finden. – Ich möchte die Anatomie einzelner Körperteile – etwa Schultern, Hüften oder Hände – besser begreifen. – Ich möchte die Kopfanatomie genauer verstehen und zeichnerisch erforschen.
Rhythmus, Gewicht und Masse – Ich möchte den gestischen Rhythmus einer Pose mit einfachen, schwungvollen Linien ausdrücken. – Ich möchte darauf achten, dass meine Figuren wirklich stehen, lasten, balancieren. – Ich möchte Masse und Volumen mit Kreuzkonturen, Überlappungen oder durch Licht und Schatten betonen.
Ich habe in den letzten Jahren unglaublich viel von meinen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern gelernt – über Zeichnen, über Beobachtung und über Geduld. Ich bin dankbar für all die Gespräche, Skizzen, Missverständnisse und Aha-Momente, die wir geteilt haben.
Darum wünsche ich mir, dass dieser letzte Kurs kein Abschluss im eigentlichen Sinn ist, sondern ein Raum, in dem ihr euren eigenen zeichnerischen Weg noch einmal bewusst wahrnehmt und weitergeht.
Ich freue mich auf ein lebendiges, neugieriges Semester mit euch!
Looking at where I am currently, I want to leave a few notes for going forward into 2026.
Short list:
Colour: beware, use it cautiously
Anatomy: now ready to study, practice and experiment
Drawing: tending to realistic and less comical
Drawing from imagination: ok, but not too long and allow refences
Size: work bigger and occasionally work even bigger
Tools: pencil, grey fine liners, pale watercolurs, coloured pencils
Where:
at home: draw/study from books and postcards
at home: draw portraits again
in museums: draw from plaster casts and portraits
woods: draw nature (gesture, shape, form and texture)
At the end of 2024, I attempted to build up a feeling of expectation and a little pressure for me to continue with the drawing of small fantasy figures from the top of my head. It didn’t work out the way I had expected. Once the first excitement had passed, i.e. the joy of seeing that I could just invent a character on paper, I was let down by the experience of seeing myself make the same mistakes and not get the results I had intended. Looking at them now, with sufficient emotional distance to them, I think they are funny but when creating them I’m trying to achieve something more polished and with a greater “wow”-effect.
To achieve a greater level of proficiency in my drawings I will approach things differently this year. First of all, I think my figures will be drawn bigger than postcard size. I will accept the fact that I can use photo reference to influence and create a first draft for the drawing. I will create photo references myself.
When I reach a point where I’m not sure about the anatomy, I will crack open my anatomy books and make drawings of the difficult or confusing part (to be honest, I’m going to have to do that a lot). The order in which I intend to do this is important. Instead of studying and then drawing, I will start my drawing and then pause to study the parts I’m having difficulty with.
I’m going to use and refine my knowledge of perspective, shape and form. I will study the Great Masters (especially Renaissance), but I will not just copy, I will look for their usage of angles, overlaps, shapes, juxtapositioning and gesture.
The following 6 drawings were created during a 5 day workshop I took part in. We used dolls, photocopies of figures and anatomy charts. Additionally, the teacher came and corrected a few minor things, things I had been doing wrong all along.
I spent a few weeks in 2024 creating drawings of characters I had envisioned or allowed to emerge naturally during the process.
The results surprised me—I was genuinely impressed with what I could create. But after completing a handful, I stopped.
Why?
Did I feel overwhelmed by the effort? Perhaps I pushed too hard, too soon—trying to add backgrounds or turn them into fully realized paintings before I was ready.
Maybe that pressure drained the joy out of it and left me hesitant to continue.
Looking back, I see now that it’s okay to pause when things feel heavy.
But here’s the thing: those creations were good. They reminded me of what I’m capable of when I let myself explore without judgment.
So, if you’re reading this in 2025, don’t let fear or self-doubt hold you back. Pick up that pencil or brush again. Start small if you need to—just sketch one character or doodle without a plan. The magic is in the process, not perfection.
Obviously, it is much simpler for me to achieve pleasing results when drawing from reference photos. Nevertheless, my goal is to draw like this when I go outside to sketch street scenes in Bonn and other towns. I am working on capturing those fleeting decision-making processes that I can just about discern in my head when drawing. These decisions involve gesture, rhythm, shape language, and colour.
In the coming days, I’ll be practicing finding a spot in town where I can attempt to quiet the rush of emotions, thoughts, and doubts I experience when sketching in public. I will also practice coaxing the thoughts, feelings, and ideas I have when drawing at home.
The first step will be to decide on the scope of the scene. How much of the environment do I want to capture in the sketch? Then I’ll determine how many of the available figures I’d like to include in the scene. I believe I should start with one figure per scene and then gradually build up to two or three figures in other sketches. I will need to take my time observing and recording the clothes and gestures of the figures that interest me. I shouldn’t rush this part. Perhaps making a few notes or small sketches on the side could be beneficial, such as noting the colours of clothing, interesting accessories, facial expressions, hand gestures, types of shoes, and many other details. All the while, I will focus on keeping my cool and not worrying about what people may think of my results.
Once those initial steps have been performed successfully and without rushing, I will decide how much space the figure(s) will occupy in the sketch. Then the sketching can begin. I’ll go straight to ink for the figure, using a limited number of lines and always focusing on body language, facial expression, hand gestures, and proportions. Colour mixing will come next. The figures will need saturated colours and should receive only one layer of colour for each shape (I mustn’t go back over a colour). I also need to resist the urge to capture the light with soft and hard edges; there may be some happy accidents, but I’ll have to wait for them to appear in the finished sketch. One more thing with the colours: I should try not to let them bleed into each other.
When I am out sketching with the Urban Sketchers, I don’t really fret about my results. Once I arrive home and start looking at my sketches with an overly critical eye, the fun of the sketching event starts to dissolve into frustration.
It seems like I can’t achieve the goals or level of polish I expect from myself once I’m back at home.
I often find myself distracted by details when on site. Even though I approached these two drawings with the strategy of starting big and loose, I ended up focusing on details everywhere and couldn’t reduce things to a single focus with nice depth.
At home, I used coloured pencils to try to create some three-dimensionality and a perceivable difference between the foreground and background. However, it feels like I’m struggling too hard to achieve a believable level of realism, and this struggle is starting to drain me.
Perhaps I should let go of the idea of depth and focus for a while, and see what I can create.
Short, quick poses need clever approaches. One I’m currently honing is to limit the line number and reduce the level of detail. I’ve been studying the drawings of Sempé and have moved my focus to identifying, replicating, and pushing “shape.”
Perspective and proportion maintain a leading role in my toolkit. If the rhythm looks okay, it may be coincidence, or because I drew 70 thousand gesture drawings between 2014 and 2022.
I’m going sketching in town tonight, hoping to put this skill set into action while drawing passersby.